31.12.2010

Press Button – Wait for Flash!

Filed under: Gebastelt

An der Geburtstagsparty von Angela, Alina und Kristin haben Bastian und ich wieder mal ein photographisches Projekt verwirklicht. Die Kamera mit ordentlich Gaffa-Tape und Kabelbindern fixiert, ein alter Blitz an die Decke geschraubt und den Fernauslöser mit einem schön grossen, roten Not-Aus Knopf verbunden. Die Sache lässt man den ganzen Abend über laufen und schon hat man 500 Fotos, aus welchen sich ein lustiges Timelapse-Video basteln lässt. Viel Spass dabei!

Das Konzept an sich hat sich bewährt – die technische Umsetzung wird wohl für einen allfälligen nächsten Einsatz noch etwas verfeinert werden. Ich habe die D50 verwendet, diese besitzt einen IR-Anschluss und kann mit dem ML-L3 Fernauslöser einfach ausgelöst werden. Ich habe dazu die Kabel des Not-Aus Knopfes mit dem ML-L3 verbunden. Wie das genau geht erklärt ein Tutorial auf TheHowZone.com. Der Umbau sollte allerdings nur durchgeführt werden, wenn Kenntnisse im Löten vorhanden sind, die Anschlüsse sind winzig und dürfen nicht kurzgeschlossen werden.

Besser geignet wäre ein Kabelauslöser. Allerdings hat die D50 keinen Anschluss dafür, die D300 müsste also dafür hinhalten. Der Anschluss des Not-Aus Knopfes wäre allerdings auch nicht ganz einfach, hier können nicht bloss zwei Kontakte kurzgeschlossen werden. Aber das sind alles Punkte, welche noch geklärt werden müssen.

26.05.2010

Es wird heiss…

Filed under: Gebastelt

Nun ist der Sommer doch noch gekommen. Fast jeden Tag gibt es irgendwo ein Fotomotiv zu sehen… falls man die Kamera dabeihätte könnte man es auch festhalten. Meistens, wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre und etwas sehe, liegt die Kamera zu Hause. Mich hat bisher ein Punkt davon abgehalten, die Kamera immer mitzunehmen: Die Temperatur im Auto. Jeder weis, was nach einem Tag an der Sonne im Auto für eine drückende Hitze herscht. Ich wollte nun einmal wissen, ob es für die Kamera schädlich ist, wenn sie solchen Temperaturen ausgesetzt wird. Das Handbuch der D300 meint zur Betriebstemperatur: 0° – 40° Celsius. Um herauszufinden, wie heiss es im Auto wird stellte ich meinen Wagen letzte Woche in die pralle Sonne und kam nach vier Stunden wieder zurück, ausgerüstet mit einem Laserthermometer. Das Bild zeigt, an welcher Stelle ich welche Temperaturen gemessen habe.

Auflistung der Temperaturen

Innerhalb des Wagens gibt es grosse Unterschiede. Während es vorne bei den Sitzen oder auf dem Armaturenbrett bis zu unerträglichen 70° gibt, bleibt es im Fussraum oder im Kofferraum mit 40° einigermassen im Rahmen. Unter dem Doppelboden im Kofferaum blieb die Temperatur sogar auf 30°, also kaum über der Umgebungstemperatur.

Im Nikonpoint.de-Forum habe ich die Frage zur Aufbewahrung der Kamera im Auto auch gestellt. Dort gab es verschiedene Ansätze dazu. Ein paar Beispiele:

  • Kamera nie im Auto lassen (wegen Diebstahlgefahr, und nicht wegen der Temperatur).
  • Pelicase im Auto montieren, verschliessen und fix an die Karosserie montieren.
  • Kamera einfach braten lassen (ohne dass bisher etwas geschah)

Mir gefällt die Variante mit dem Pelicase ganz gut… Wer das Foto ansieht bemerkt jedoch, dass ich einen Kleinwagen fahre, bei welchem der Kofferraum mit einem entsprechenden Pelicase gleich zu mehr als der Hälfte gefüllt wäre.

An dem Tag, an welchem ich die Temperatur gemessen habe lag die Kamera leider auch daheim. Ich werde die Messung wohl nochmals wiederholen, mit der Kamera im Kofferraum. Wenn sich der Kofferraum nicht über 40° aufheizt wird es im Rucksack selbst wohl noch ein paar Grad kühler sein, und somit auch im Rahmen, der das Handbuch vorgibt. Ausserdem wird eine Nikon nicht bei 41° gleich auseinanderfallen. Aus eigener Erfahrung weis ich, dass die D300 auch bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt tadellos funkioniert, dann wird es bestimmt auch am oberen Ende der Skala einen Puffer geben.
Ausserdem plane ich, mir noch eine 'Immer-Dabei' Kompaktkamera zuzulegen. Für diese werde ich mir im Ablagefach unter dem Beifahrersitz eine passende, isolierte Ablage hinbasteln, dann sollte die auch allen Temperaturen trotzen.

Die gemessenen Temperaturen sollen nur als Richtwerte dienen. Je nach Autofarbe (Hell/Dunkel) oder Sonneneinstrahlung kann die Temperatur auch noch weiter ansteigen. Schlussendlich muss jeder für sich entscheiden, ob er dies seiner Ausrüstung antun will. Ausserdem ist das Thema Diebstahl auch noch zu beachten, hier geht es mir jedoch vorerst nur um die Temperatur.

Ein grosses Danke an die überaus freundliche Community im Nikonpoint.de Forum für die Hilfe und die Anregungen.

8.10.2009

Zeitraffer-Spass

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Vorletzten Sonntag-Abend haben Bastian und ich ein Projekt verwirklicht, welches schon länger in unseren Köpfen herumgeisterte. Wir haben bei meinem Auto die Rücksitze versenkt und mein Stativ mit Hilfe eines Spannsets auf dieser Fläche fixiert, so dass es sich nicht mehr bewegen konnte.

Sample-1.jpg Sample-2.jpg Sample-8.jpg

Nun wurde die Kamera auf Intervallaufnahme gestellt (alle 10sek eine Aufnahme) und ab quer durch Bern. Verwendet haben wir meine beiden Sigma-Objektive (24-70mm und 10-20mm) sowie Bastians Nikkor Fischauge (10.5mm). Das Ergebnis ist unten zu sehen. Vielen Dank an Bäschtu für die Erstellung des Zeitraffervideos.
(Ein paar Standbilder gibt es in der Galerie zu sehen)

Timelapse001 from Bastian Widmer on Vimeo.

20.10.2008

Schnellwechselplatte

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Was macht man nur, wenn man zum Stativkopf zwei Schnellwechselplatten erhalten hat, aber nur eine benötigt? Bei mir war es so, dass ein Exemplar seit Monaten ein trauriges Dasein in der Schreibtischschublade fristete.

Bis Gestern. Ich hatte da spontan eine Idee… Flugs die bestehende Schraube mit dem Kameragewinde entfernt, stattdessen eine Holzschraube durchgesteckt und an die Unterseite eines Tablars geschraubt. Und Voilà, schon hat man eine praktische Aufbewahrungsmöglichkeit für sein Stativ. Zeitaufwand nichtmal fünf Minuten.

14.01.2008

Tropf… Tropf… Tropf…

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Gestern war wieder einmal ein richtig trüber Sonntag. Und was macht man an solchen Tagen? Richtig, man sitzt zu Hause und probiert Foto-Basteleien aus welche man schon lange mal ausprobieren wollte.

Es ist schon einige Zeit her, als ich bei Nikonpoint.de einen Artikel gelesen habe zum Thema Tropfen fotografieren. Gestern kam ich nun endlich dazu, dies auch auszuprobieren, und ich möchte ihnen dies nicht vorenthalten. Vorneweg: Ich bin begeistert. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelangen mir Bilder, welche mir persönlich ausserordentlich gefallen. Doch zur Beschreibung…

Auf dem ersten Foto ist der Aufbau zu sehen. Dieser besteht aus folgenden Teilen:

  • Eigenbau Tabletop-Studio
  • Schwarzes Papier als Hintergrund
  • Nikon D50 mit dem 105mm Makro auf dem Manfrotto Stativ
  • Nikon SB600 auf dem Gorillapod-Stativ, verbunden mit der Kamera über das ebenfalls bereits gezeigte Blitzkabel
  • Schwarze Kaffetasse, bis an den Rand gefüllt mit Milch
  • Gestell aus Holzleisten und Schraubzwingen…
  • … welches zuoberst einen Joghurtbecher mit einem feinen Löchlein im Boden hält.

Zuerst wird auf denjenigen Punkt fokussiert wo die Tropfen auftreffen sollen. Am besten gelingt dies wenn ein kleines Objekt im oder über dem Wasser an diesen Punkt gehalten wird. Der Raum sollte während dem Fotografieren abgedunkelt werden damit ausser dem Blitzlicht kein Fremdlicht das Bild stört.
Zuerst sollten einige Testaufnahmen ohne Tropfen gemacht werden um das richtige Mass an Beleuchtung zu finden. Die Verschlusszeit ist dabei (praktisch) irrelevant, da die Bewegung vom Blitz eingefroren wird. Wichtiger sind Blende und Blitzleistung. Hier hilft nur ausprobieren. Ich habe mit Blenden von f/16 bis f/32, sowie Blitzleistungen von 1/8 – 1/64 experimentiert.
Ist man mit der Belichtung zufrieden gehts auch mit den Tropfen los. Ich habe die Kamera mit dem Fernauslöser ausgelöst, damit auch ja nichts verwackelt. In den Joghurtbecher wird eine kleine Menge Milch eingefüllt (evtl. mit der Lochgrösse experimentieren) und ab diesem Punkt gilt nur noch: Probieren, probieren und nochmals probieren. Anfangs traf ich den Tropfen nur per Zufall, gegen Ende der Session war ich bei über 3/4 der Bilder erfolgreich.

Aus meiner Sicht ist bei dieser Art von Bildern eine Nachbearbeitung im Photoshop fast zwingend. Erfreulicherweise musste ich jedoch viel weniger Nachbearbeiten als ich ursprünglich befürchtete. Bild Zwei zeigt einen Vorher/Nachher Vergleich. Das wichtigste Werkzeug ist der Kontrastregler. Ich habe den Kontrast relativ stark angehoben. Dies lässt zum einen die Tropfen schöner aussehen, noch wichtiger ist es jedoch für den Hintergrund. Aufgrund des Papierhintergrundes welchen ich verwendet habe gab es keinen tiefschwarzen Hintergrund. Dies ändert sich, sobald am Kontrast geschraubt wird. Ansonsten habe ich bloss noch etwas nachgeschärft, weitere Nachbearbeitungen waren nicht mehr nötig. Natürlich könnte man mit Farbveränderungen auch noch tolle Effekte erzeugen, doch bei diesen Bilder liess ich dies sein.

17.12.2007

Dreimal kurz gebastelt

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Es ist Winter geworden, die Zeit der eingefrorenen Finger und damit auch die Zeit in welcher man gerne etwas mehr Zeit drinnen verbringt. Für mich war dies der Auslöser einige Bastelprojekte in Angriff zu nehmen welche mir schon seit einiger Zeit vorschwebten.

Tabletop-Studio

Es ist schon länger her, als ich auf einer Webseite auf eine Anleitung für ein einfaches Selbstbau-Tabletopstudio gestossen bin. Vor kurzem bin ich per Zufall wieder auf diese Seite gestossen und habe mich spontan dazu entschlossen dieses nachzubauen. Im Prinzip besteht es aus nichts weiter als diversen Alu-Profilen und einer Milchglas-Plexiplatte. Fündig wurde ich im Coop Bau & Hobby, welches fast das ganze Profil-Sortiment im Angebot hat.
Links ist das Ergebnis zu sehen. Ich möchte hier keine Aufbauanleitung schreiben, Frank Winkler von digitalfotos-online.de hat dies bereits in aller Ausführlichkeit getan, weshalb ich hier nur auf seine Anleitung verweisen möchte. Ich möchte hier nur soviel dazu sagen: Wenn grundlegende handwerkliche Fähigkeiten vorhanden sind geht der Aufbau relativ zügig vonstatten, es ist problemlos möglich das ganze an einem verregneten Nachmittag zusammenzuschrauben.
[Direktlink zur Anleitung]

Blitzdiffusor

Auch die Anleitung für einen sehr einfachen und trotzdem wirksamen Diffusor fand ich vor einiger Zeit im Netz. Er besteht aus nichts weiter als einem Stück Plexiglas, Karton, Aluflolie und Gewebe-Klebeband.
Auch hier hat jemand anderes bereits sehr detailliert den Aufbau beschrieben. Auf dforum.de hat Dirk Wächter den Aufbau Anhand eines Speedlite 550EX beschrieben. Damit der Diffusor auch für meinen SB-600 passte musste ich in der Breite zwei Distanzstücke aus Karton mit einkleben, in der Höhe ist er identisch mit dem Speedlite.
[Direktlink zur Anleitung]

Blitzkabel

Ich wollte mir bereits früher mal ein Kabel besorgen, um den Blitz weg von der Kamera zünden zu können. Als ich jedoch die Preise von Nikon für diese Kabel sah standen mir die Haare zu Berge.
Vor kurzem sah ich jedoch die Adapter der Firma Hama. Diese können zwar nichts weiter als den Blitz zünden, Dinge wie iTTL liegen also nicht drin, dafür kosten sie auch nur einen Bruchteil der Originalkabel. Doch da ich das Kabel sowieso ausschliesslich in der Tabletop-Fotographie verwenden will ist das Fehlen der vollen Funktionalität nicht weiter tragisch, da ich hier den Blitz manuell einstelle.
Bestellt habe ich die Adapter bei Photovision in Biel. Funktioniert haben sie auch auf Anhieb, nur leider war das Kabel gerade mal 15cm lang. Doch nichts leichter als das, mit dem Lötkolben war schnell ein zufällig herumliegendes Lautsprecherkabel dazwischengelötet, nun steht dem off-camera Blitzen nichts mehr im Wege.
Zugegeben, schön sieht das nicht gerade aus, doch hauptsache es funktioniert.

Ergebnis

Viele werden sich nun fragen: Schön und gut, doch lohnt sich der Aufwand für diese Basteleien überhaupt? Die Antwort ist “Ja”. Links ist zum Beweis ein Foto zu sehen, welches unter Zuhilfenahme aller drei Basteleien entstanden ist (das Kabel allerdings noch in der kurzen Version). Es ist sicher keine Profilösung, doch es ist damit möglich mittels geringem Aufwand relativ professionell wirkende Fotos zu erzeugen.

7.11.2007

Ambilight – IKEA-Style

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Viele werden vielleicht den Markennamen Ambilight des Herstellers Philips kennen. Für alle die es nicht kennen: Ambilight ist eine Technik, welche Philips in einige ihrer TV-Monitore einbaut. Auf der Rückseite des Monitors sind mehrfarbige LEDs verbaut. Diese leuchten jeweils in derjenigen Farbe, welche in diesem Abschnitt des Monitors gerade in diesem Augenblick am meisten vorkommt. Wenn sich also James Bond gerade vor einer Explosion in Sicherheit bringt leuchtet die Wand hinter dem Bildschirm rot auf. Ein Effekt, welcher die Eindrücke des Films verstärken soll, was in meinen Augen auch gelingt.

Genau dieses Ambilight hat mich vor einiger Zeit auf eine Idee gebracht. IKEA vertreibt unter dem Namen “Dioder” LED-Leuchtleisen, welche in der Grösse genau hinter einen 19″ Monitor passen. Da ich mir vor kurzem meinen LCD Monitor an die Wand gehängt habe kaufte ich mir beim nächsten IKEA Besuch einen Dioder. Pro Set sind vier Leisten enthalten, erhältlich ist eine Version mit weissen Leds, sowie eine, welche mehrere Farben darstellen kann. Nebst den Leisten selbst und dem Steuergerät sind ausreichend Kabel und Befestigungsmaterial vorhanden.

Wieder zuhause gings frisch ans Werk. Die Leisten konnte ich problemlos mit den mitgelieferten Klebestreifen befestigen. Mit dem Steuergerät und den Anschlusskabeln wurde es schon ein wenig schwieriger, da der Platz doch recht eng ist. Befestigt habe ich diese mit Teppichklebeband. Auf Dauer ist diese Lösung jedoch nicht optimal, die Kabel lösen sich zweitweise wieder ab.

Hat man das ganze Kabelgewirr trotzdem in den Griff bekommen kann man endlich das Ergebnis bestaunen. Auf dem Foto sieht der Effekt ziemlich extrem aus, in Wirklichkeit ist es ein deutlich sanfteres Licht. Eigentlich ist es eine sinnlose, aber sehr stylische Bastelei, an welcher ich persönlich meine Freude habe. Natürlich kann das nicht mit einem originalen Ambilight verglichen werden. Hauptnachteil ist, dass die Farbe manuell umgestellt werden muss. Doch man kann ja die Farbe passen einstellen und dann während dem ganzen Film so belassen. Übrigens: Matrix sieht mit grüner Beleuchtung sehr geil aus ;) .

Viel Spass beim Nachbasteln!