Eyjafjalla – Nachtrag
Ob am leuchtenden Sonnenuntergang letzten Sonntag in Spiegel bei Bern nun der Eyjafjalla schuld war oder nicht – egal, Hauptsache die Stimmung stimmte.
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Ob am leuchtenden Sonnenuntergang letzten Sonntag in Spiegel bei Bern nun der Eyjafjalla schuld war oder nicht – egal, Hauptsache die Stimmung stimmte.
Trotz all dem Schaden, welcher der Ausbruch des Eyjafjalla auf Island verursacht, gibt es auch positive Aspekte, besonders aus fotographischer Sicht. Dank der Aschepartikel in der Atmosphäre sollen die Sonnenauf und -untergänge besonders Farbintensiv sein. So etwas wollte ich natürlich nicht verpassen, deshalb machte ich mich gestern Abend auf den Weg in Richtung Bantiger. Der Untergang war tatsächlich ziemlich farbig, allerdings habe ich nach dem ganzen Presserummel etwas mehr erwartet. Ich werde deshalb wohl den Sonnenuntergang in den nächsten Tagen etwas genauer im Auge behalten.
Vor kurzem bin ich über das untenstehende Video gestolpert. Es zeigt eine neue Funktion, genannt ‘Content-Aware Fill’ von Adobe Photoshop CS5, welcher in diesen Tagen veröffentlicht wird. Die Funktion ist im Prinzip die Weiterentwicklung von Kopierstempel und Reparaturpinsel. Das Video zeigt die Funktion am anschaulichsten, doch kurz erklärt ist es so, dass Objekte aus Bildern entfernt werden können, und PS selbständig entscheidet, was sich dahinter befindet.
Beim ersten Beispiel dachte ich noch, cooles Feature, doch nichts was man mit ein wenig mehr Aufwand nicht mit dem Kopierstempel hinkriegen kann, schliesslich ist der Himmel perfekt blau, es hat keine Wolken, also alles in allem recht simpel um den Baum wegzustempeln. Als später im Video dann jedoch diese Strasse aus der Wüste entfernt wurde, und dies mit wenigen Klicks war ich baff.
Ich finde es unglaublich, wie weit die Technik und “Intelligenz” im Bereich der Bildbearbeitung schon fortgeschritten ist. Andererseits ist es auch ein wenig beängstigend. Klar, alles was im Video gezeigt wurde war bisher auch möglich, doch brauchte es dazu erstens fundierte PS-Kenntnisse, und zweitens Zeit, und das nicht zu knapp. Wenn solche Manipulation jedoch nun bereits von Laien mit wenigen Klicks möglich ist frage ich mich, wohin das führt, man kann kaum noch irgendwo sicher sein, dass ein Foto nicht manipuliert wurde.
Ich selbst vertrete die Ansicht, dass ein Foto bei der Aufnahme gemacht werden muss, und nicht im Photoshop. Mehr als Zuschnitt, Helligkeit, Kontrast und Schärfe bearbeite ich selten an meinen Fotos, und wenn doch weise ich beim Endergebnis darauf hin.
[via blogs.adobe.com]