14.01.2008

Tropf… Tropf… Tropf…

Abgelegt unter: Gebastelt

Gestern war wieder einmal ein richtig trüber Sonntag. Und was macht man an solchen Tagen? Richtig, man sitzt zu Hause und probiert Foto-Basteleien aus welche man schon lange mal ausprobieren wollte.

Es ist schon einige Zeit her, als ich bei Nikonpoint.de einen Artikel gelesen habe zum Thema Tropfen fotografieren. Gestern kam ich nun endlich dazu, dies auch auszuprobieren, und ich möchte ihnen dies nicht vorenthalten. Vorneweg: Ich bin begeistert. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelangen mir Bilder, welche mir persönlich ausserordentlich gefallen. Doch zur Beschreibung…

Auf dem ersten Foto ist der Aufbau zu sehen. Dieser besteht aus folgenden Teilen:

  • Eigenbau Tabletop-Studio
  • Schwarzes Papier als Hintergrund
  • Nikon D50 mit dem 105mm Makro auf dem Manfrotto Stativ
  • Nikon SB600 auf dem Gorillapod-Stativ, verbunden mit der Kamera über das ebenfalls bereits gezeigte Blitzkabel
  • Schwarze Kaffetasse, bis an den Rand gefüllt mit Milch
  • Gestell aus Holzleisten und Schraubzwingen…
  • … welches zuoberst einen Joghurtbecher mit einem feinen Löchlein im Boden hält.

Zuerst wird auf denjenigen Punkt fokussiert wo die Tropfen auftreffen sollen. Am besten gelingt dies wenn ein kleines Objekt im oder über dem Wasser an diesen Punkt gehalten wird. Der Raum sollte während dem Fotografieren abgedunkelt werden damit ausser dem Blitzlicht kein Fremdlicht das Bild stört.
Zuerst sollten einige Testaufnahmen ohne Tropfen gemacht werden um das richtige Mass an Beleuchtung zu finden. Die Verschlusszeit ist dabei (praktisch) irrelevant, da die Bewegung vom Blitz eingefroren wird. Wichtiger sind Blende und Blitzleistung. Hier hilft nur ausprobieren. Ich habe mit Blenden von f/16 bis f/32, sowie Blitzleistungen von 1/8 – 1/64 experimentiert.
Ist man mit der Belichtung zufrieden gehts auch mit den Tropfen los. Ich habe die Kamera mit dem Fernauslöser ausgelöst, damit auch ja nichts verwackelt. In den Joghurtbecher wird eine kleine Menge Milch eingefüllt (evtl. mit der Lochgrösse experimentieren) und ab diesem Punkt gilt nur noch: Probieren, probieren und nochmals probieren. Anfangs traf ich den Tropfen nur per Zufall, gegen Ende der Session war ich bei über 3/4 der Bilder erfolgreich.

Aus meiner Sicht ist bei dieser Art von Bildern eine Nachbearbeitung im Photoshop fast zwingend. Erfreulicherweise musste ich jedoch viel weniger Nachbearbeiten als ich ursprünglich befürchtete. Bild Zwei zeigt einen Vorher/Nachher Vergleich. Das wichtigste Werkzeug ist der Kontrastregler. Ich habe den Kontrast relativ stark angehoben. Dies lässt zum einen die Tropfen schöner aussehen, noch wichtiger ist es jedoch für den Hintergrund. Aufgrund des Papierhintergrundes welchen ich verwendet habe gab es keinen tiefschwarzen Hintergrund. Dies ändert sich, sobald am Kontrast geschraubt wird. Ansonsten habe ich bloss noch etwas nachgeschärft, weitere Nachbearbeitungen waren nicht mehr nötig. Natürlich könnte man mit Farbveränderungen auch noch tolle Effekte erzeugen, doch bei diesen Bilder liess ich dies sein.

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